03. August 2026 · 2 Min Lesezeit
Was ist Arthrose? Die häufigste Ursache für eine Hüft- oder Knieprothese einfach erklärt

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung und betrifft besonders häufig die Hüfte und das Knie. Doch was passiert dabei eigentlich im Gelenk, wodurch entsteht Arthrose und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Dieser Beitrag gibt einen verständlichen Überblick.
Arthrose gehört zu den häufigsten Gelenkerkrankungen weltweit. Viele Menschen sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen, besonders an der Hüfte oder am Knie. Doch was passiert bei einer Arthrose eigentlich im Gelenk? Und warum entstehen dadurch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen?
Was passiert bei einer Arthrose?
Ein gesundes Gelenk ist mit einer glatten Knorpelschicht überzogen. Dieser Gelenkknorpel wirkt wie ein Puffer und sorgt dafür, dass die Knochen beim Bewegen nahezu reibungslos aneinander vorbeigleiten.
Bei einer Arthrose wird dieser Knorpel nach und nach abgebaut. Dadurch verlieren die Gelenkflächen ihren schützenden Überzug. Mit der Zeit kann das zu Schmerzen, Steifigkeit und einer eingeschränkten Beweglichkeit führen.
Im fortgeschrittenen Stadium kann der Knorpel so stark geschädigt sein, dass Knochen direkt aufeinander treffen. Das belastet das Gelenk zusätzlich und kann die Beschwerden verstärken.
Warum entsteht Arthrose?
Arthrose entwickelt sich meist nicht durch eine einzelne Ursache. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen.
Dazu gehören unter anderem:
- zunehmendes Alter,
- langjährige Über- oder Fehlbelastung,
- frühere Verletzungen des Gelenks,
- Fehlstellungen sowie
- eine genetische Veranlagung.
Im Gegensatz zu vielen anderen Geweben kann sich Gelenkknorpel nur sehr begrenzt selbst regenerieren. Deshalb schreitet eine Arthrose häufig langsam über viele Jahre fort.
Welche Beschwerden sind typisch?
Die Beschwerden entwickeln sich oft schleichend. Anfangs treten Schmerzen häufig nur bei Belastung auf. Mit der Zeit können auch Ruhe- oder Anlaufschmerzen hinzukommen.
Typische Anzeichen sind:
- Schmerzen im betroffenen Gelenk,
- Morgensteifigkeit oder Steifigkeit nach längeren Ruhephasen,
- eingeschränkte Beweglichkeit,
- Schwierigkeiten bei alltäglichen Aktivitäten wie Treppensteigen oder längeren Spaziergängen.
Nicht jede Arthrose verläuft gleich. Während manche Menschen lange kaum Beschwerden haben, sind andere im Alltag deutlich eingeschränkt.
Was hilft bei Arthrose?
Eine Arthrose bedeutet nicht automatisch, dass eine Operation notwendig ist. Häufig können Bewegung, Physiotherapie, Muskelaufbau und eine Anpassung des Lebensstils dazu beitragen, Beschwerden zu lindern und die Gelenkfunktion zu erhalten.
Wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichen und Schmerzen sowie Einschränkungen den Alltag stark beeinflussen, kann ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk eine sinnvolle Behandlungsmöglichkeit sein.
Gut informiert Entscheidungen treffen
Wer versteht, was im eigenen Gelenk passiert, kann gemeinsam mit dem Behandlungsteam fundierte Entscheidungen treffen und die Behandlung aktiv mitgestalten.
Mit ActiveTEP begleiten wir Patient:innen vor und nach einer Hüft- oder Knieoperation mit verständlichen Informationen, praktischen Tipps und wissenschaftlich fundiertem Wissen rund um Arthrose, Gelenkersatz und Rehabilitation.